angle-left Spatenstich für den Neubau der Cabrini-Schule

Spatenstich für den Neubau der Cabrini-Schule

Modernes Gebäude bietet Raum für Bildung und individuelle Förderung

Die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Regensburg (KJF) e. V. startet mit dem feierlichen Spatenstich den Neubau der Cabrini-Schule Offenstetten: In zwei Bauabschnitten entsteht ein moderner Gebäudekomplex, der auf 7.500 Quadratmetern Raum für 18 Klassenzimmer, eine Heilpädagogische Tagesstätte, eine Sporthalle und ein Therapiebad bietet.

„Es ist ein großartiger Tag für das gesamte Cabrini-Zentrum: Wir sind froh und dankbar, dass wir den Neubau nun offiziell beginnen können. Damit schaffen wir bestmögliche Bedingungen für unsere Kinder und Jugendlichen: Hier können sie leben, lernen und ihre Talente entfalten“, sagte KJF-Direktor Michael Eibl. „Ich danke allen, die uns dabei unterstützen, insbesondere der Bayerischen Staatsregierung, der Regierung von Niederbayern und dem Bezirk Niederbayern sowie die Förderung der Bundesregierung durch das Infrastruktur-Zukunftsgesetz, ohne deren finanzielle Förderung wir dieses wichtige Projekt nicht verwirklichen könnten.“

Eine durchdachte Anordnung schafft Geborgenheit und Gemeinschaft

Das Gebäude, in dem die Cabrini-Schule bisher untergebracht ist, ist in die Jahre gekommen und entspricht in vielerlei Hinsicht nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Es wird phasenweise abgebrochen, um Platz für den Neubau zu schaffen: Er wird in Massivbauweise errichtet und gliedert sich in vier Nord-Süd ausgerichtete Baukörper mit unterschiedlichen Nutzungen, die miteinander verbunden sind. Durch die kleinteilige Anordnung entsteht ein zwei- bis dreigeschossiger Gebäudekomplex, der sich mit seinen unterschiedlichen Höhen an das vorhandene Gelände und die Umgebung anpasst. Zwischen den Baukörpern entstehen geschützte Pausen- und Aufenthaltsbereiche: Im westlichen Bereich befindet sich der Pausenhof für die Grundschülerinnen und Grundschüler sowie die Kinder der Schulvorbereitenden Einrichtung (SVE), während der östliche Pausenhof den Schülerinnen und Schülern der Mittel- und Berufsschule vorbehalten ist.

Mehr als nur Stein und Mörtel

„Stein und Mörtel bauen ein Haus. Geist und Liebe füllen es aus: Dieses wunderschöne, alte Zitat beschreibt genau diesen Moment", stellte MdB Florian Oßner in seinem Grußwort heraus. „Die Cabrini-Schule steht seit Jahrzehnten für eine Haltung, die junge Menschen mit ihren individuellen Talenten und Bedürfnissen sieht, stärkt und wertschätzt. In den kommenden Jahren entsteht hier mehr als nur ein Bauwerk. Es entsteht ein neuer Lebensraum zum Lernen, Lachen, Begegnen und Wachsen. Ein Ort, an dem sich Kinder geborgen fühlen und zu eigenständigen Persönlichkeiten entwickeln können.“ Als „wichtigen Meilenstein für Offenstetten und die gesamte Region“ bezeichnete Landtagsabgeordnete Petra Högl den Neubau: „Mit der finanziellen Unterstützung des Freistaats entstehen hier moderne Räume, in denen Kinder und Jugendliche individuell gefördert werden und ihre Stärken entfalten können. Mein herzlicher Dank gilt allen, die den Neubau auf den Weg gebracht haben und ihn nun gemeinsam verwirklichen.“

„Hier entsteht aber nicht nur ein neues Gebäude. Hier entsteht Raum für Bildung, Entwicklung, Begegnung und Teilhabe“, betonte Landrat Christian Nerb. „Mein Dank gilt der Katholischen Jugendfürsorge für diese enorme Investition in den Standort Offenstetten. Ein Neubau in dieser Dimension ist aber nur möglich, wenn viele Menschen an einem Strang ziehen. Daher danke ich allen, die dieses Projekt geplant, vorbereitet und ermöglicht haben. Ich wünsche einen unfallfreien und erfolgreichen Verlauf der Bauarbeiten und dass die neue Cabrini-Schule mit Leben, Lernen und guten Begegnungen erfüllt wird.“ Abensbergs stellvertretender Bürgermeister Dr. Heinz Kroiss freut sich sehr über die „Aktivitäten der KJF Abensberg, die durch den Neubau weiter gefestigt und intensiviert werden: „Nicht nur wegen des Bildungs- und Betreuungsangebotes für junge Menschen, nicht nur wegen der zahlreichen Arbeitsplätze. Wir schätzen vor allem die Grundhaltung, die jeden einzelnen Menschen für wertvoll hält, seine Bedürfnisse achtet und für seine Rechte eintritt. Die Präsenz der Cabrini-Schule und aller anderen KJF-Einrichtungen mit den dort Tätigen macht unsere Stadt vielfältiger und hilft mit, dass ein Klima der Mitmenschlichkeit und des Zusammenhaltes erhalten bleibt."

Regierungsschuldirektorin Susanne Zeller-Fries betonte die „gelungene Architektur“ des Neubaus: „Die Pläne versprechen hier etwas wirklich Schönes, das im wahrsten Sinne des Wortes Raum für den Bildungs- und Erziehungsauftrag für den Förderschwerpunkt geistige Entwicklung schafft.“ Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können „für und mit den Schülerinnen und Schülern individuellen Kompetenzerwerb und soziale Teilhabe gemeinsam gestalten.“ Auch die Planungen für den Außenbereich seien „äußerst vielversprechend“, sodass sich die „ganze Schulfamilie sicher unter einem blühenden Himmel geschützt und behütet fühlen“ könne.

Enge Verzahnung zwischen Schule und Tagesstätte

Für die Kinder und Jugendlichen bringt der Neubau einen großen pädagogischen Mehrwert: Durch die kleinteilige Anordnung können sie passgenau entsprechend ihres Förderbedarfs unterstützt und für ein selbstständiges Leben vorbereitet werden. Auch die räumliche Nähe von Klassenzimmern und Tagesstätte bringt viele Vorteile, sowohl für die jungen Menschen als auch für die pädagogischen Fachkräfte. Zudem stehen rund 600 Quadratmeter Außenanlagen – ein Rasenspielfeld und ein Allwetterplatz – für Sport und Aktivitäten zur Verfügung. Besonders positiv ist, dass der Neubau in Offenstetten am bisherigen Standort realisiert werden kann: So bleibt den Schülerinnen und Schülern ein Ortswechsel erspart und die Vernetzung zwischen Schule und Dorfgemeinschaft bleibt erhalten.

Der Gesamtleiter des Cabrini-Zentrums Stefan Seehofer freut sich: „Wir legen den Grundstein für eine zukunftsfähige Bildungslandschaft – ein weiterer wichtiger Schritt in Bezug auf die Entwicklung unserer gesamten Einrichtung. Das neue Schulgebäude im vertrauten Umfeld wird Lernlandschaften schaffen, die Differenzierung, Gemeinschaft und individuelle Förderung verbinden – für rund 220 Kinder und Jugendliche. Die enge Verzahnung von Förderschule und Heilpädagogischer Tagesstätte macht unseren ganzheitlichen Ansatz sichtbar und wirksam. Gemeinsam gestalten wir eine gute Zukunft für unsere Kinder.“

Die Fertigstellung des Neubaus erfolgt in mehreren Phasen: Der erste Bauabschnitt soll bis September 2029 bezugsfertig sein, der zweite – in dem auch die Tagesstätte untergebracht ist – soll zusammen mit den Außenanlagen im Oktober 2032 abgeschlossen sein. Für die Überbrückung während der Bauzeit werden zwei Klassenzimmer in Interimscontainern genutzt. Die Kosten belaufen sich auf rund 48,8 Millionen Euro. Die Regierung von Niederbayern fördert den Neubau mit 40,1 Millionen Euro für die Schule und knapp zwei Millionen Euro für die Heilpädagogische Tagesstätte. Der Bezirk Niederbayern steuert 665.000 Euro für die Tagesstätte bei. Die übrigen sechs Millionen Euro trägt die KJF aus Eigenmitteln.

 

Der Schulchor unter Leitung von Doris Gamurar begeisterte die Gäste.

MdL Petra Högl bezeichnete den Neubau als Meilenstein für die gesamte Region.

Landrat Christian Nerb dankte der KJF für die enorme Investition in den Landkreis Kelheim.

Zahlreiche Gäste waren gekommen, um den Spatenstich mitzuerleben.

Es kann losgehen: Der Spatenstich war ein großer Moment für alle Projektbeteiligten.

KJF-Direktor Michael Eibl dankte allen, die den Neubau der Cabrini-Schule ermöglichen.

MdB Florian Oßner MdB Florian Oßner würdigte die individuelle Förderung, die Kinder und Jugendliche in der Cabrini-Schule erfahren.

Stellvertretender Bürgermeister Dr. Heinz Kroiss würdigte die Bedeutung der Cabrini-Schule für die Stadt Abensberg.

 

 

Text: Sebastian Schmid

Bilder: Sebastian Schmid