Cabrini Zentrum

Geschichte - Cabrini Zentrum

Unsere Geschichte

 

Die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e. V. übernimmt das Schloss in Offenstetten nach dem Krieg von Oskar und Daisy Schlitter. Die Baulichkeiten sind in keinem guten Zustand. Trotzdem kommen Schwestern nach Offenstetten und renovieren sie soweit, dass darin ein Heim errichtet werden kann.

Die ersten Kinder ziehen am 7. Juli 1946 ein – am gleichen Tag, an dem Schwester Cabrini heilig gesprochen wird. Die Ordensfrau hatte in den USA ähnliche Häuser gebaut. Darum wird das Heim Cabrini-Heim genannt.

 

Ein Heim für Waisenkinder und Kinder mit Förderbedarf

Anfangs sind im Schloss Waisenkinder untergebracht. Später kommen Kinder und Jugendliche mit erhöhtem Förderbedarf dazu, die vom Besuch der Volksschule zurückgestellt worden sind oder sogar als „schulbefreit“ gelten.
20 von ihnen werden im Schuljahr 1959/60 als "Vorschüler" in die "Anstaltssonderschule im Cabriniheim Offenstetten" aufgenommen.
Stallungen und Räume in der heutigen Förderstätte am Schlosseck werden für den Schulbetrieb umgebaut und genutzt. Am 1. Oktober 1959 nimmt eine Lehrerin den Betrieb auf, ab dem 1. Dezember 1959 unterstützt sie eine Kinderpflegerin.

Von Anfang an wird auf die individuellen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler geachtet. Da die Kinder und Jugendlichen bis dahin noch nicht in der Schule gewesen sind, schafft man zuerst Strukturen, in denen sie sich zurechtfinden können. "Sprachbehandlung", "Schreiblesen" und "malendes Zeichnen" sind die ersten Unterrichtsinhalte. Von Anfang an wird darauf geachtet, dass auch therapeutische Übungen mit einfließen.


Große Nachfrage nach der "Anstaltssonderschule"

Die Schule wächst rasch. Im Schuljahr 1960/61 besuchen bereits 33 Kinder und Jugendliche die „Anstaltssonderschule“. Der Lehrsaal ist ein trennbarer Doppelraum, der es möglich macht, die Klasse zu teilen. Hier finden die ersten Differenzierungsmaßnahmen statt, die damals noch anders heißen.
Dank Spenden und Unterstützung durch die Regierung wird die Ausstattung der Schule immer zufriedenstellender. Viel Material erstellt jedoch immer noch die Lehrkraft.

Bereits zu diesem Zeitpunkt platzt die Schule aus allen Nähten. Erste Überlegungen, einen Neubau zu errichten, werden angestellt. Die Zeit drängt, da bereits zum Ende des Schuljahres 1963/64 die Schülerzahl auf 41 angestiegen ist.


Die Schule erhält ein eigenes Gebäude

1967 beginnt der Bau für ein eigenes Gebäude. Neben vier Gruppenhäusern für das Cabrini-Heim werden die Heimkirche und die Sonderschule, heute das Gebäude der ehemaligen Prälat-Michael-Thaller-Schule, gebaut.
Am Freitag, den 12. Dezember 1969, ist es soweit. Es sind zwar noch Handwerker im Haus, das neue Schulgebäude wird trotzdem bezogen.
Die große Einweihung und offizielle Übergabe findet am 1. und 2. Februar 1970 statt.

Von Anfang an besuchen sowohl Kinder mit dem Förderbedarf "Lernen", als auch Kinder mit dem Förderbedarf "geistige Entwicklung" die Schule.
Das Recht auf Schule wird immer häufiger und konsequenter umgesetzt. Schnell  zeichnet sich ab, dass die bestehenden Räume zu knapp sind. Neben den Heimkindern werden nun auch vermehrt Jugendliche aus dem Landkreis Kelheim unterrichtet. Die Planung und die Genehmigungsverfahren für eine Erweiterung der Heimsonderschule beginnen...